Luftwechsel in Schweizer Schulen

von La Nave - Schule die bewegt am 18. Juli 2017
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Liebes BAG, wir hätten da einige praktikable und kostengünstige Lösungsvorschläge…

Guten Tag Frau Müller Mäder

Jetzt bin ich endlich für Sie da. Ich habe Ihre Mail bereits in einem Vortrag für die Begleitgruppe der Studie erwähnt, so sehr hat mich Ihr Enthusiasmus gefreut.

Ganz herzlichen Dank für Ihre „Bildergedanken“, die sehr erfreulich sind! Sie haben völlig Recht, dass schlechte Luft im Schulzimmer bei Schule in der Natur überhaupt kein Thema sein kann. Solche Tage im Freien ermöglichen den Schülerinnen und Schülern im wahrsten Sinn des Wortes eine „Verschnaufpause“.

Ich leite die Studie Luftwechsel in Schweizer Schulen und habe soeben berechnet, dass ein Schüler während einer Schullektion etwa 9 1.5-Liter-Mineralwasserflaschen voll CO2 produziert. Für eine gute Durchlüftung während der ganzen Lektion braucht dieser Schüler 95 Badewannen voll Frischluft, für eine genügende Durchlüftung fast 70 Badewannen voll. Steht diesem Schüler weniger Frischluft zur Verfügung, wirkt sich dies zunehmend nachteilig auf seine Lerneffizienz und sein Wohlbefinden aus. Ein durchschnittliches Schulzimmer reicht vom Volumen meist aus. Allerdings muss nach 45 Minuten die ganze Luft ausgetauscht werden. Dazu reichen leider nicht ein paar Minuten. Noch etwas: Die Auswirkungen schlechter Luft auf Gesundheit und Lerneffizienz sind nicht auf das CO2 zurückzuführen. CO2 ist nur ein gut messbarer Marker für die Frische der Luft. Hohe CO2-Werte in Räumen zeigen an, dass die Luft durch die Lebewesen in einem Raum „verbraucht“ wurde und eine mindere Qualität hat, die sich dann auf den Menschen auswirkt.

Das sind meine Gedanken. Ganz herzliche Grüsse
Claudia Vassella

Claudia Vassella, Dr. phil.
Eidgenössisches Departement des Innern EDI
Bundesamt für Gesundheit
BAG Direktionsbereich Verbraucherschutz
Fachstelle Wohngifte
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